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Rehabilitation bei COPD
Eine Rehabilitation bei COPD soll den körperlichen und psychischen Gesundheitszustand der Betroffenen dauerhaft bessern.
COPD

Rehabilitation bei COPD

Versicherte haben das Recht, eine medizinische Rehabilitation in Anspruch zu nehmen, wenn dadurch eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abgewendet oder hinausgezögert werden kann. So ist es im Sozialgesetzbuch (SGB) verankert. Dies gilt auch für COPD-Patienten, denen grundsätzlich eine pneumologische Rehabilitation zusteht.

Übernommen werden die Kosten für eine Rehabilitation bei COPD in der Regel dann, wenn der Patient aufgrund der Erkrankung in seinem Alltag eingeschränkt ist, unter Umständen nicht mehr vollständig erwerbsfähig sein kann oder droht, in die Pflegebedürftigkeit abzurutschen.

Wer trägt die Kosten für eine Rehabilitation bei COPD?

Die Kosten trägt entweder die gesetzliche Krankenversicherung (oder je nach vereinbartem Leistungsumfang die private Krankenversicherung) oder die Rentenversicherung. Dies hängt z. B. davon ab, welches Ziel mit einer Reha verfolg wird. Wenn durch die Rehabilitation der allgemeine Gesundheitszustand gebessert werden soll, ist in der Regel die Krankenkasse der Kostenträger. Die Rentenversicherung zahl meist dann, wenn durch die Rehabilitation die Arbeitsfähigkeit gebessert oder wiederhergestellt werden soll.

Wichtig ist, dass die Patienten auch von ihrem Recht auf Rehabilitation Gebrauch machen und unter Umständen den behandelnden Arzt selbst aktiv auf die Möglichkeit einer Reha aufmerksam machen. Denn: Mithilfe einer Rehabilitation können unter Umständen die Symptome der COPD reduziert und die Belastbarkeit gebessert werden. Der Befund des Arztes, in dem er die Rehabilitationsbedürftigkeit ausführt, muss dem Antrag beigelegt werden.

Patienten haben ein Wunsch- und Wahlrecht

Grundsätzlich gibt es bei COPD die Möglichkeit einer stationären Reha, bei der der Patient für die gesamte Dauer in der Rehaklinik verbleibt, oder einer ambulanten Reha, die tagsüber in einer wohnortnahen Klinik durchgeführt wird, sodass der Patient abends wieder nach Hause kann. Eine Rehabilitation bei COPD dauert in der Regel drei Wochen.

Patienten sollten wissen, dass sie ein Wunsch- und Wahlrecht haben. Sie können somit ihre Wunschklinik für die Rehabilitation vorschlagen. Dabei ist wichtig, dass der Patient seine Entscheidung für eine bestimmte Klinik im Antrag gut begründet, z. B. anhand der angebotenen Rehamaßnahmen oder der Lage der Klinik.

Antragstellung

Anträge erhält man z. B. bei den Beratungsstellen der Rentenversicherung, wo meist auch Mitarbeiter beim Ausfüllen der Unterlagen behilflich sind. Zu beachten ist, dass im Antrag auch angegeben werden muss, welche Einschränkungen für die Betroffenen mit der Erkrankung einhergehen, da eine COPD selbst kein ausreichender Grund für eine Rehabilitationsmaßnahme ist. Zu den Einschränkungen, die ein Indikator für eine Reha sein können, zählt z. B. eine durch die COPD eingeschränkte Teilhabe am sozialen Leben oder Atemnot, die verhindert, dass alltägliche Arbeiten absolviert werden können.

Rehabilitation bei COPD: Therapiemaßnahmen und Ziele

Während einer Reha sollen verschiedene Therapiemaßnahmen zu einer Besserung der Symptome der COPD und der Lebensqualität beitragen. Dazu zählt z. B. eine Patientenschulung, eine Anpassung der Therapie, eine Ernährungsberatung, Hilfe beim Beenden des Rauchens oder psychologische Unterstützung sowie das Training der Atemmuskulatur.

Ziel einer Reha bei COPD ist immer die dauerhafte Besserung oder Stabilisierung des Gesundheitszustandes. Die Patienten sollen nicht nur während ihres Aufenthalts, sondern auch im Anschluss davon profitieren. In der Regel gelingt es, die Lebensqualität durch ein umfassendes Behandlungskonzept dauerhaft positiv zu beeinflussen. Möglich ist dies allerdings nur, wenn die Patienten selbst auch aktiv an der angestrebten Verbesserung mitarbeiten.

Daniela Elsässer