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Ratgeber COPD

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Was ist COPD?

Der Begriff COPD leitet sich aus der englischen Bezeichnung Chronic Obstructive Pulmonary Disease ab und bezeichnet eine Verengung der Atemwege. Bei einer COPD kann es zu Husten, Auswurf und Atemnot kommen. Einer der Hauptgründe für das Entstehen einer COPD ist das Rauchen. Auch Veranlagung oder Umwelteinflüsse können Auslöser der Erkrankung sein. Etwa jeder Achte Deutsche über 40 Jahren ist von COPD betroffen, die Tendenz ist steigend. Da eine COPD i. d. R. nicht heilbar ist, geht es bei der Therapie vor allem um eine Minderung der Beschwerden, eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs und das Vorbeugen von Infekten.

Eine COPD lässt sich in vier Schweregrade unterteilen. Diese werden ermittelt durch die Einsekundenkapazität, die körperliche Belastbarkeit und die auftretenden Symptome. Um einer Verschlechterung des Krankheitsverlaufs vorzubeugen, sollten Betroffene mit dem Rauchen aufhören und Schutzimpfungen, wie z. B. Grippeschutzimpfungen oder eine Impfung gegen Pneumokokken, wahrnehmen. Auch die Ernährung kann Einfluss auf den Verlauf einer COPD haben. Betroffene sollten sich deshalb möglichst ausgewogen und energiereich ernähren und genügend Flüssigkeit aufnehmen. Durch die häufig mit einer COPD einhergehende Atemnot meiden viele Betroffene körperliche Anstrengung, was zu einer körperlichen und konditionellen Verschlechterung führen kann.

Das Rauchen ist einer der Hauptrisikofaktoren für das Entstehen einer COPD. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko an COPD zu erkranken. Durch den Tabakrauch wird das Selbstreinigungssystem der Lunge zerstört und es kommt zu einer vermehrten Freisetzung freier Sauerstoffradikale in der Lunge. Weitere Faktoren können Infekte, eine erbliche Veranlagung oder Umwelteinflüsse, wie z. B. Schadstoffe in der Atemluft, sein. Die drei typischen Symptome einer COPD, die sich im Verlauf der Erkrankung entwickeln, sind Auswurf, Husten und Atemnot. Da die Atemnot meist eines der ersten Symptome ist, sollte sie unbedingt ernst genommen und von einem Arzt untersucht werden.

 

Diagnose copd

Bei Verdacht auf eine COPD erfolgt zunächst ein Gespräch und eine körperliche Untersuchung. Dabei wird die Brust des Patienten vom Arzt auf auffällige Geräusche abgehört und abgeklopft. Im Anschluss können weitere Maßnahmen zur Diagnose erfolgen. Dazu gehört z. B. die Spirometrie, es handelt sich dabei um einen Lungenfunktionstest, bei dem der Patient verschiedene Atemmanöver durchführen muss. Auf diese Weise können die Lungenfunktionswerte ermittelt werden. Von besonderer Bedeutung für die Diagnose sind die Vitalkapazität und die Einsekundenkapazität. Um eine COPD von einer Asthmaerkrankung abzugrenzen, kann ein sog. Bronchospasmolyse-Test durchgeführt werden. Auch eine Blutgasanalyse und Röntgenbilder können bei der Diagnose zum Einsatz kommen.

Was ist COPD?

COPD bezeichnet die sogenannte Chronisch Obstruktive (Obstruktion = Verengung, Verlegung) Lungenerkrankung und wird aufgrund ihrer englischen Bezeichnung Chronic Obstructive Pulmonary Disease so genannt. COPD umfasst mehrere die Lunge betreffende Krankheitsbilder, die sich durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot kennzeichnen. Dazu gehören chronische obstruktive oder asthmatische Bronchitis und das Lungenemphysem. Das Wort „obstruktiv“ benennt die Tatsache der Einschränkung; die Atemwege sind verengt und diese Verengung führt zu Atemnot, dem hauptsächlichem Symptom von COPD.

Ursachen von COPD

Umgangssprachlich wird COPD auch als Raucherlunge bezeichnet, was den entscheidenden Auslöser der Erkrankung, das hauptsächlich aktive, aber auch passive Rauchen, benennt. Tabakrauchen ist bei 90 % der COPD-Erkrankungen ursächlich und enthält bei steigender Menge des inhalierten Tabakrauchs ein erhöhtes Risiko. Daneben kommen Umwelteinflüsse und erbliche Veranlagung als seltenere Ursachen in Frage. Bergleute können beispielweise durch die Arbeit unter Tage ein Lungenemphysem entwickeln.

Krankheitsbilder

Bei einer Bronchitis sind die Atemwege durch Bakterien/Erreger dauerhaft erkrankt und verursachen einen anhaltenden Hustenreiz und starken Auswurf. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO spricht man von einer chronischen Bronchitis, wenn Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinander folgenden Jahren auftreten. Das Lungenemphysem ist eine krankhafte Überblähung der Lunge, die häufig als Folge der chronischen oder obstruktiven Bronchitis auftritt. Es handelt sich um eine irreversible, also nicht rückgängig zu machende Veränderung der Alveolen (Lungenbläschen).

Vorkommen

In Deutschland sind über 6 Millionen Menschen an COPD erkrankt. Weltweit leiden etwa 210 Millionen Betroffene an der Erkrankung, weswegen von einem globalen Problem oder einer Volkskrankheit gesprochen werden kann. Deren Häufigkeit nimmt im Gegensatz zu anderen tödlichen Erkrankungen zu. In den USA stellt COPD die vierthäufigste Todessursache dar. Hier leiden etwa 16 Millionen Menschen an den Lungenerkrankungen.

Verlauf

Einmal festgestellt, ist eine COPD in der Regel nicht vollständig heilbar. Eine sinnvolle Therapie kann die Beschwerden, die eine COPD verursacht und die mit starken Einschränkungen im Alltag der Betroffenen verbunden sind, aber meist mindern. Dabei spielt das Verhalten der Betroffenen eine wichtige Rolle: Rauchen sie beispielweise trotz diagnostizierter COPD weiter, verschlimmert sich der Verlauf in der Regel. Komplikationen einer COPD können eine Lungenentzündung und Infektionen der Bronchien sein.

Therapie

Die Veränderungen des Lungengewebes, die im Rahmen der Erkrankung auftreten, sind irreversibel. Die Therapie bezieht sich daher auf die Verzögerung des Krankheitsfortschritts und die optimale Nutzung der noch vorhandenen Reserven. Einer der wichtigsten Faktoren ist die Aufgabe des Rauchens als Hauptauslöser der COPD. Die effektive Behandlung von Infekten der Atemwege spielt daneben eine wichtige Rolle.

Barbara Kliem

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