Ratgeber COPD
Informationen für Betroffene und Interessierte
Was ist COPD
COPD bezeichnet die sogenannte Chronisch Obstruktive (Obstruktion = Verengung, Verlegung) Lungenerkrankung und wird aufgrund ihrer englischen Bezeichnung Chronic Obstructive Pulmonary Disease so genannt. COPD umfasst mehrere die Lunge betreffende Krankheitsbilder, die sich durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot kennzeichnen. Dazu gehören chronische obstruktive oder asthmatische Bronchitis und das Lungenemphysem. Das Wort „obstruktiv“ benennt die Tatsache der Einschränkung; die Atemwege sind verengt und diese Verengung führt zu Atemnot, dem hauptsächlichem Symptom von COPD.
Ursachen von COPD
Umgangssprachlich wird COPD auch als Raucherlunge bezeichnet, was den entscheidenden Auslöser der Erkrankung, das hauptsächlich aktive, aber auch passive Rauchen, benennt. Tabakrauchen ist bei 90 % der COPD-Erkrankungen ursächlich und enthält bei steigender Menge des inhalierten Tabakrauchs ein ansteigendes Risiko. Daneben kommen Umwelteinflüsse und erbliche Veranlagung als seltenere Ursachen in Frage. Bergleute können beispielweise durch die Arbeit unter Tage ein Lungenemphysem entwickeln.
Krankheitsbilder
Bei einer Bronchitis sind die Atemwege durch Bakterien/Erreger dauerhaft erkrankt und verursachen einen anhaltenden Hustenreiz und starken Auswurf. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO spricht man von einer chronischen Bronchitis, wenn Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens drei Monaten in zwei aufeinander folgenden Jahren auftreten. Das Lungenemphysem ist eine krankhafte Überblähung der Lunge, die häufig als Folge der chronischen oder obstruktiven Bronchitis auftritt. Es handelt sich um eine irreversible, also nicht rückgängig zu machende Veränderung der Alveolen (Lungenbläschen).
Vorkommen
In Deutschland sind schätzungsweise 3 – 5 Millionen Menschen an COPD erkrankt. Weltweit leiden etwa 600 Millionen Betroffene an der Erkrankung, weswegen von einem globalen Problem oder einer Volkskrankheit gesprochen werden kann. Deren Häufigkeit nimmt im Gegensatz zu anderen tödlichen Erkrankungen zu. In den USA stellt COPD die vierthäufigste Todessursache dar. Hier leiden etwa 16 Millionen Menschen an den Lungenerkrankungen.
Verlauf
Einmal festgestellt ist eine COPD in der Regel nicht vollständig heilbar. Eine sinnvolle Therapie kann die Beschwerden, die eine COPD verursacht und die mit starken Einschränkungen im Alltag der Betroffenen verbunden sind, aber mindern. Dabei spielt das Verhalten der Betroffenen eine wichtige Rolle: Rauchen sie beispielweise trotz diagnostizierter COPD weiter, verschlimmert sich der Verlauf in der Regel. Komplikationen einer COPD können eine Lungenentzündung und Infektionen der Bronchien sein.
Therapie
Die Veränderungen des Lungengewebes, die im Rahmen der Erkrankungen auftreten, sind irreversibel. Die Therapie bezieht sich daher auf die Verzögerung des Krankheitsfortschritts und die optimale Nutzung der noch vorhandenen Reserven. Einer der wichtigsten Faktoren ist die Aufgabe des Rauchens als Hauptauslöser der COPD. Die effektive Behandlung von Infekten der Atemwege spielt daneben eine wichtige Rolle.
Barbara Kliem